Privates Kultur- und Geschichtsprojekt. Keine Verbindung zum Eigentümer von Schloss Ramholz.
Blick durch die Baumstämme am Ufer des Parkteichs in Ramholz

Park · Bereich 4 von 5

Der obere Park

Am Talende öffnet sich die Breite Wiese. Hier sollte ursprünglich das Schloss stehen, und hier liegen die Staffagen, die den Park am deutlichsten als Sammlung von Epochen zeigen.

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Försterhaus

erhalten

1887 als erstes Gebäude des Parks fertig, noch bevor über den Standort des Schlosses endgültig entschieden war. Es sollte Pförtnerhaus am ursprünglich geplanten Eingang werden und ist wie ein kleiner Gutshof mit Nebengebäuden angelegt. Die Vorbilder kannte Stumm aus England, die Ornamental Farm, und aus Frankreich, das Hameau in den Gärten von Versailles, das ländliche Idylle als Parkstaffage inszeniert. Dorn nennt das Haus ein Juwel des Parks.

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Kegelbahn

erhalten

Ein Bau im Jugendstil, entworfen von Gabriel von Seidl um 1901, zur selben Zeit wie die Gruftkapelle. Horst Becker zählt beide zu den Hauptbauten des Parks aus Seidls Hand. Vom Försterhaus führt der Weg zur Kegelbahn und von dort in einem Bogen zur Eselsbrücke.

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Eselsbrücke und Breite Wiese

erhalten

Eine aufwendig gestaltete Brücke an der Breiten Wiese. Oberhalb bildet der Bach einen kleinen Teich, in den das Wasser über eine Kaskade fällt. Die Breite Wiese war der erste vorgesehene Schlossstandort: Von hier hätte man nach Südwesten das ganze Tal, den oberen Weiher und die Lindenallee überblickt, über viele Hügelketten hinweg bis in den Spessart. Der Untergrund war zu instabil, 1889 fiel die Entscheidung für den Platz am Huttenschloss.

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Holzhalle

ohne Angabe

Der obere Weg führt an der Holzhalle vorbei. Hier lagerte das Brennholz für die vielen Kamine, Maschinen und Geräte, und die Waldarbeiter fanden Unterschlupf und Schlafplätze. Ein Zweckbau, aber Teil einer Anlage, in der Nutzen und Schönheit zusammengedacht waren.

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Ehemaliges Chinesisches Teehaus

verloren

Etwas erhöht über dem kleinen Teich am Gründchen stand ein hölzernes chinesisches Teehaus, eine Chinoiserie nach dem Vorbild der großen Anlagen in Pillnitz bei Dresden oder in Sanssouci. Es ist verschwunden. Die Baupläne sind erhalten, und Dorn hielt einen Wiederaufbau bei einer Restaurierung für möglich.

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Gründchen

verändert

Ein Quellbereich oberhalb der Breiten Wiese. Sein Wasser sammelt sich in einem kleinen Teich, der früher eine Fontäne hatte. Der Name taucht schon in der Planungsgeschichte auf: Das Schloss sollte zunächst oberhalb des großen Weihers und unterhalb des Gründchens stehen.

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Rosengarten

verändert

Westlich des einstigen Teehauses sollte der Rosengarten die besondere Attraktion werden, zugleich Endpunkt der großen Parkachse, die sichelförmig um den Steckelberg führt. Zum Tal hin fasst ihn eine Mauer aus geschichteten Basaltblöcken, der Hang war terrassiert, auf den Terrassen standen Laubengänge mit Rosen. Ein Schmiedetor nach Stumms Skizze aus Cannes und eine gestufte Treppe führten zu einer Würzburger Nischenmauer mit einer antiken Figurengruppe: Pan und Herakles werben um Aphrodite. Die Gruppe überragt das Parkende wie eine Gloriette. Rund fünfzig Jahre lang wurde der Garten nicht gepflegt und stattdessen mit Lärchen bepflanzt; ein Teil ist inzwischen gefällt.

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Tierfriedhof

verändert

Von einem Rundweg über der Breiten Wiese führt ein schmaler Pfad zu einem der eigenartigsten Orte des Parks. Unter alten Buchen tragen Basaltfindlinge die Namen und Lebensdaten der Hunde Stumms und der beiden Lieblingspferde Ludovicas. Die Stelle war so gewählt, dass sich aus dem Dunkel der Bäume der Blick auf eine helle, arkadische Landschaft öffnete, als Sinnbild für den Weg durch den Tod ins Licht. Der Blick reichte bis zum Teich im Tal. Heute versperren Fichten die Sicht.

Nummern nach dem Parkplan bei Hans Dorn 2006. Der Zustand ist der von 2006, nicht der heutige Augenschein.