
Nachweise
Quellen und Literatur
Diese Seite arbeitet mit veröffentlichten Quellen. Wo Angaben in der Literatur voneinander abweichen, wird das benannt statt geglättet. Die Liste der offenen Punkte ist im Verlauf der Recherche gewachsen, nicht geschrumpft. Das ist beabsichtigt.
Literatur
- Hans DornDer Schlosspark Ramholz. Heft 3 der Schriftenreihe der Gesellschaft zur Förderung der Gartenkultur e.V., Hamburg 2006. Die maßgebliche Darstellung des Parks, mit Parkplan und Rundgängen. Dorn gründete 1995 den Förderkreis Schlosspark Ramholz.
- Die Waldkapelle im SchlossparkZeitungsbeitrag nach Forschungen des Kunsthistorikers Horst Becker, Lokalteil Kinzigtal und Vogelsberg, 2. Juni 2023, S. 13. Zur Gruftkapelle, zu Gabriel von Seidl und zur Vormundschaft.
- Gabriel von SeidlAusstellungskatalog zum 100. Todestag, Bad Tölz 2013, mit Entwürfen für Kegelbahn und Erbbegräbnis in Ramholz.
- Wilhelm PraesentBergwinkel-Chronik.
- Horst BeckerDie Bewässerungs-Anlage im Schlosspark Ramholz. Ein einmaliges Wasserkraftwerk aus dem Zeitalter der Industrialisierung. In: Die Gartenkunst 26 (1/2014), S. 145-163.
- Wenzel BratnerSchlosspark Ramholz bei Schlüchtern. Ein Landschaftspark aus der Zeit des Historismus. In: Denkmalpflege und Kulturgeschichte 2/2002, S. 17-22.
- Walter DörrIn romantischer Lage gelegen: Das Stumm'sche Schloss Ramholz. In: Kinzig.News, 25. Oktober 2021. Ausführlichste lokale Darstellung; weicht in mehreren Angaben von der übrigen Literatur ab.
- Paula AlmqvistDie intime Lust am Untergang. Magnus von Kühlmann. Serie Adel in Deutschland, 8. Teil. In: Stern Nr. 38, 13. September 1979. Einzige zeitgenössische Innenansicht des Hauses; in einzelnen Angaben nachweislich unzuverlässig.
- Maximilian Thiel„Des Königs müde Erben“. Zur Krise des Stumm-Konzerns 1965-1974. Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2024, ISBN 978-3-515-13721-8.
- Thomas UrbanDie Krisenfestigkeit der Unternehmerfamilie. Haniel, Stumm und der doppelte Strukturwandel. In: Zeitschrift für Unternehmensgeschichte 63 (2018), H. 2, S. 185-219.
- Georg DehioHandbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Hessen II, Regierungsbezirk Darmstadt. 3. Auflage, München 2008.
- Rolf Müller (Hrsg.)Schlösser, Burgen, alte Mauern. Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden 1990, S. 317-320.
- Ludwig SteinfeldFelix Ramholz. Der Sonntagsmaler Felix Muche-Ramholz. Wasmuth, Tübingen und Berlin 1993, 128 S., ISBN 3-8030-3058-7. Enthält das Kapitel „Picasso in der Rhön - Die Kunstsammlung Muche“ und einen Beitrag Georg Muches über seinen Vater.
- Markus Bußmann und Winfried Baumgart (Hrsg.)Richard von Kühlmann. Memoiren und politische Korrespondenz 1904-1918. Als Open Access verfügbar.
- Ulrich WagnerJens Person Lindahl, tragischer Gestalter des Würzburger Ringparks. In: Stadthistorische Streiflichter, Nr. 26.
- Reginald H. PiersonHeilanstalt für Gemüths- und Nervenkranke „Lindenhof“. F. C. W. Vogel, Leipzig 1896, mit zahlreichen Fotografien und Plänen.
- Hartmut FischerDie Auflösung der Fideikommisse. Grundlegend zum Reichsgesetz vom 6. Juli 1938 (RGBl. I S. 825) und zur Durchführungsverordnung vom 20. März 1939 (RGBl. I S. 509).
Archive und Nachschlagewerke
- Schlossarchiv RamholzIn Privatbesitz. Von Horst Becker für seine Forschungen seit 2010 ausgewertet. In der Schlossbibliothek liegen nach Dorn und Becker Stumms kommentiertes Pückler-Exemplar und das Foto von 1898.
- Förderkreis Schlosspark Ramholz e.V.Seit 1995, Ansprechpartner für das Gartendenkmal.
- Hessisches Staatsarchiv MarburgZuständig für die Akten des Amtsgerichts Schlüchtern aus der Zeit vor 1944, damit für Vormundschafts- und Entmündigungssachen ab 1888, sowie für die Justizbehörden des Regierungsbezirks Kassel. Dazu Bestand 165 Landratsamt Schlüchtern, Grundbucharchiv und Personenstandsarchiv Hessen. Recherche über Arcinsys Hessen.
- Staatsarchiv WürzburgAdelsarchiv von Hutten zu Steinbach, Akten und Amtsbücher.
- Stadtarchiv WürzburgDienstakten des Stadtgärtners Jöns Persson Lindahl, 1880 bis 1887.
- Stadtarchiv SchlüchternSchlossstraße 15. Einstieg für die Jahre 1933 bis 1945 und für den Einsatz ausländischer Arbeitskräfte im Altkreis.
- Deutsches Kunstarchiv, Germanisches Nationalmuseum NürnbergNachlass Georg Muche. Recherche seit 2023 über den Kalliope-Verbund.
- Bauhaus-Archiv Berlin und Archiv der Berlinischen GalerieKorrespondenz Georg Muches, Sammlung Evert.
- Hessische Biografie im LAGIS und Deutsche BiographieBiogramme zu Hugo Rudolf von Stumm, Knut von Kühlmann-Stumm und Richard von Kühlmann.
Kritischer Apparat
Was geklärt ist
Die Studie von Hans Dorn und die Forschungen von Horst Becker haben sieben Widersprüche aufgelöst, die hier bis zuletzt offen standen.
- Todesumstände Hugo von StummsReitunfall im Herbst 1887 mit schwerer Gehirnerschütterung, danach Entmündigung 1888, Anstalt Lindenhof ab 1896, Tod 1910. Die Versionen vom Reitunfall und von der Anstalt beschreiben dieselbe Krankheitsgeschichte (Dorn 2006, Becker 2023).
- Erwerbsjahr1883. Dorn und Becker nennen 1883, und der Obergärtner Schnetzer trat Weihnachten 1883 an. Die Angaben 1885 (Dörr) und 1860 (Stern) sind überholt.
- Übergang an Ysenburg1852, von den Söhnen des Generals Friedrich Christoph von Degenfeld-Schonburg (Dorn, Dörr). Die Angabe 1790 steht nur in der Wikipedia.
- Funktion Felix SchnetzersObergärtner (Dorn, Becker). Die Bezeichnung als Oberförster ist ein Fehler.
- Architekten des SchlossesAusgeführt wurden die Pläne Carl Schäfers, überarbeitet von Gabriel und Emanuel von Seidl; zuvor fertigte das Büro Kyllmann und Heyden einen Lageplan (Dorn).
- Anteil LindahlsEinige Skizzen, darunter die Lindenallee. Den Park hat Hugo von Stumm selbst entworfen (Dorn).
- Der Fürstabt von FuldaDie Stern-Angabe, ein Fürstabt habe den Bau von 1501 errichtet, ist durch alle übrigen Quellen widerlegt.
Was offen bleibt
- Größe des Parks: 73 Hektar bei Dorn, 80 Hektar in der Wikipedia, etwa 100 Hektar bei Becker und Dörr, 300.000 Quadratmeter im Stern 1979. Vermutlich meinen die Zahlen unterschiedliche Abgrenzungen.
- Größe des Schlosses: 115 Zimmer und 5.500 Quadratmeter, 150 Zimmer und 52 Kamine bei knapp 2.000 Quadratmetern Wohnfläche, oder nach dem Stern rund 60 Säle und Gelasse.
- Alter des Huttenschlosses: 1501 in der verbreiteten Literatur, Beginn des 17. Jahrhunderts bei Dorn.
- Lebensdaten Felix Schnetzers: 1855-1940 bei Dörr, 1855-1946 bei Becker.
- Der Ysenburger Fürst von 1852: Bruno bei Dorn, Ernst Casimir bei Dörr.
- Carl Schäfers Rolle beim Bau: Dorn schreibt an einer Stelle, der Bau habe 1893 unter Schäfers Leitung begonnen, an anderer, Schäfer sei 1892 abgelöst worden.
- Die Initialen am Tor: Dorn liest H.V.S.; auf den Fotos sind H und S unter der Krone deutlich, ein V nicht eindeutig.
- Herkunft des Hutten-Pavillons: Die Zeichnung Arnold Hartmanns nennt ihn den Gartenpavillon des einstigen Fürstbischofs von Hutten, erbaut von Neumann um 1725. Die Zuordnung zu Christoph Franz von Hutten, Fürstbischof von Würzburg 1724 bis 1729, liegt nahe, ist aber nicht an einer Würzburger Quelle geprüft.
- Die Metasequoia im Arboretum: Die Art wurde erst nach 1948 in Europa gepflanzt. Entweder ist der Baum jünger als die Anlage, oder es handelt sich um einen anderen Mammutbaum.
- Der Empfang auf Ramholz am 23. Oktober 1948 ist außerhalb der Wikipedia nicht belegt.
- Knut von Kühlmann-Stumms Abschluss in Salem (Abitur oder Mittlere Reife) und das 1961 angetragene Ressort (Finanzen oder Wirtschaft).
- Richard von Kühlmanns Sterbedatum: 6. oder 16. Februar 1948.
- Der Fernsehkrimi „Mord auf der Buchmesse“, nach dem Stern kurz vor 1979 im Schloss gedreht: Titel, Reihe und Sendedatum sind nicht verifiziert.
Zu den Unklarheiten der Konzerngeschichte, also Rechtsform, Vergleich oder Konkurs und Größenangaben beim Zusammenbruch, siehe die Konzernseite.
Benannte Leerstelle
Die Jahre 1933 bis 1945
Für diese zwölf Jahre liegt zu Ramholz keine Darstellung vor. Die gesamte zugängliche Lokalliteratur überspringt sie. Gesucht wurde nach Nutzung als Lazarett, Kinderlandverschickung, Evakuierungsquartier oder Kulturgutauslagerung sowie nach dem Einsatz von Zwangsarbeitern auf dem Gut; alle diese Suchen blieben ohne Ortsbezug. Belegt ist, dass Zwangsarbeit den Ort Schlüchtern erreichte: Auf der Kriegsgräberstätte Schlüchtern sind sowjetische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Osteuropa bestattet, darunter zwanzig mutmaßliche Opfer eines Todesmarsches. Ob das Gut Ramholz damit in Verbindung stand, ist offen. Diese Seite wird ergänzt, sobald sich dazu Belege finden, gleichgültig wie sie ausfallen.
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